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Veranstaltung: Ausstieg & Deradikalisierung

Interaktiver Video-Podcast zum Thema Deradikalisierung und Ausstieg von EXIT-Deutschland

Das Format bringt praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Ansätze der Deradikalisierungs- und Ausstiegsarbeit zusammen mit dem Ziel, Handlungsräume und Potentiale zu erörtern und für Praktiker im Feld zu erschließen. Mit thematischen Schwerpunkten werden Herausforderungen und Ressourcen der Arbeit beschrieben, mit den Teilnehmern via Livestream diskutiert und im Anschluss als Video bereitgestellt.

Radikalisierung und Radikalisierungskontexte

Oft wird politische, ideologisch/religiöse Radikalität als eine Eigenschaft der Person gedeutet und deren Schreckenstaten damit erklärt. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass Radikalität ein Zustand ist, der „größer“ als die einzelne Person und deren Psyche ist. Ein „gesellschaftliches Verhältnis“. Selbst „lone actors“ oder psychisch kranke oder gestörte Menschen sind als „Radikale“ in personaprägende und bestimmende Bezüge zu Gruppen, Bewegungen, Communitys, Diskursen eingebunden oder biografisch eingebunden gewesen, die sich der Mission gegen Demokratie und Freiheit als Essentials gesellschaftlicher Grundordnung oft gewalthaft verschrieben haben.

In allen Fragen der Radikalisierung und der Deradikalisierung, ob Prävention oder Intervention, stoßen wir auf diese Zusammenhänge. Deshalb ist es sinnvoll, ihrer inneren Logik und Typologie nachzugehen, um Ansatzpunkte für Gefahren und Risiken zu erkennen, die von Personen im Verbund mit ihren Bezugskontexten ausgehen können.

Das virtuelle Treffen „Radikalität und Radikalitätskontexte“ ist ein weiterer Schritt der Arbeit von EXIT-Deutschland und dessen Träger ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH mit HAYAT- und DNE-Deutschland zu Fragen von Gefährdungen und Risiken des Extremismus als aggressiver Gegenspieler demokratischer Kultur und Rechtsstaatlichkeit.

Nachdem diesen Fragen in der Beratungsarbeit mit Radikalen und ihrer nichtradikalen Bezugswelt nachgegangen wurde, dazu ein Instrument (Fischer) und eine Synopse relevanter Risiko-bestimmungsinstrumente vorgenommen und ein eigenes „EXIT-taugliches“ Instrument erarbeitet wurde (Logvinov), geht es nun um den radikalen/extremistischen Kontext (Wagner), in dem sich Deradikalisierung, Ausstieg sowie auch Familienhilfe, Sozialarbeit, Polizeiarbeit, Justizvollzug u.a. bewegen.

Online-Veranstaltung

20. Oktober 2020 / 10.00 – 12.00 Uhr

Anmeldung und mehr Information unter: anmeldung(at)exit-deutschland.de

Anmeldeschluss ist der 15.10.2020. 

Programmablauf
  • 10.00 Uhr Begrüßung und Information zum Ablauf
  • 10.10 Uhr Dr. Bernd Wagner : Radikalität und Radikalitätskontext
  • 10.30 Uhr Q&A / Fragen werden aus dem Chat moderiert gestellt
  • 10:45 Uhr Kurze Pause
  • 11.00 Uhr Felix Benneckenstein: Biografische Hintergründe / Erfahrungen zu Radikalität und Radikalitätskontext im Kontext Einstieg und Ausstieg
  • 11.20 Uhr Panel-Diskussion Moderation Anikό Zeisler, Psychologin (ZDKgGmbH)
  • 12.00 Uhr Ende

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns über Ihre Teilnahme.

Flyer als PDF

EXIT-Deutschland ist Begleitprojekt im Bundesprogramm Demokratie leben!